Ökumenekreuz

 

Das Breisacher ökumenische Kreuz

Ein sichtbares Zeichen: „Uns verbindet mehr, als uns trennt“
gestaltet von Helmut Lutz
Das Breisacher ökumenische Kreuz ist ein besonderes Zeichen der Verbundenheit zwischen der Münsterpfarrei St. Stephan und der evangelischen Gemeinde in Breisach. Entstanden ist es im Zusammenhang mit einem großen ökumenischen Moment: einem Gottesdienst, in dem Erzbischof Robert Zollitsch und Landesbischof Ulrich Fischer im Breisacher Stephansmünster gemeinsam mit vielen Gläubigen für die Einheit der Christen beteten.
 

Das Breisacher ökumenische Kreuz

Ein sichtbares Zeichen: „Uns verbindet mehr, als uns trennt“
gestaltet von Helmut Lutz
Das Breisacher ökumenische Kreuz ist ein besonderes Zeichen der Verbundenheit zwischen der Münsterpfarrei St. Stephan und der evangelischen Gemeinde in Breisach. Entstanden ist es im Zusammenhang mit einem großen ökumenischen Moment: einem Gottesdienst am 26. Mai 2012, in dem Erzbischof Robert Zollitsch und Landesbischof Ulrich Fischer im Breisacher Stephansmünster gemeinsam mit vielen Gläubigen für die Einheit der Christen beteten.

Entstehung: ein Geschenk, das bleibt

Am Ende dieses Gottesdienstes wurde das Kreuz als Gastgeschenk überreicht – im Namen beider Pfarrgemeinden. Übergeben hat es Ideengeber Martin Hau; gestaltet wurde es vom Breisacher Bildhauer Helmut Lutz.

Gestaltung und Aussage

Das zweiteilige Kreuz ist aus Holz geschnitzt und zeigt ein starkes, leicht verständliches Bild: vier zueinander strebende Hände, die in einem Kreis zusammenfinden.

Damit macht es zweierlei sichtbar:
  • Verschiedenheit (jede Hand ist anders) – und zugleich
  • Einheit (die Hände finden zusammen).
Der Künstler leitete seine Arbeit von einem klaren Gedanken: Ökumene bleibt nicht beim guten Willen stehen – sie will gelebt werden. In der Begegnung der Verschiedenheiten gilt es, das Einigende zu ergreifen.

Auftrag: Beten – und handeln

In der Breisacher Begegnung wurde deutlich: Das Gebet um Einheit ist zentral – aber es braucht auch konkrete Schritte. Beide Bischöfe betonten, dass zum Gebet das aufeinander Zugehen gehört, das bessere Kennenlernen und die Bereitschaft, „Gewohntes“ nicht absolut zu setzen.
Als Perspektiven wurden u. a. genannt: das gemeinsame Hören auf die Bibel als Fundament und das große Potenzial, das im ökumenischen Taufverständnis liegt.

Ein Zeichen für Breisach

So steht das ökumenische Kreuz bis heute für eine Haltung, die in Breisach gewachsen ist: Gemeinsam glauben, gemeinsam hoffen, gemeinsam Verantwortung tragen – und dabei offen bleiben für das, was verbindet.
 

Das Breisacher ökumenische Kreuz – zwei Teile, ein Zeichen

Das Breisacher ökumenische Kreuz ist nicht nur ein Symbol der Verbundenheit – es ist ganz konkret so gestaltet, dass diese Verbundenheit sichtbar „gelebt“ wird: Das Kreuz lässt sich trennen. Es besteht aus zwei Teilen, die im Alltag getrennt aufbewahrt werden – und zu ökumenischen Anlässen wieder zusammengeführt werden.

Zwei Teile – zwei Orte

Im Laufe des Jahres sind die beiden Kreuzteile an zwei Orten zuhause:
  • ein Teil im evangelischen Pfarrhaus,
  • ein Teil im katholischen Pfarrhaus.
So ist das Kreuz gewissermaßen „geteilt“ – und doch gehört es zusammen. Genau darin liegt seine Botschaft: Unterschiedliche Traditionen bleiben erkennbar – und finden in wichtigen Momenten wieder bewusst zueinander.

Zusammengeführt bei ökumenischen Anlässen

Zu ökumenischen Feiern und Begegnungen werden die beiden Teile zusammengebracht und als ein gemeinsames Kreuz gezeigt. Das ist jedes Mal mehr als ein Ritual: Es macht sichtbar, dass Ökumene nicht nur ein Gedanke ist, sondern ein Weg, den man immer wieder neu geht – Schritt für Schritt, Anlass für Anlass, im Gebet und im Miteinander.

Jedes Jahr am Stadtpatrozinium

Ein fester Termin, an dem das Kreuz jährlich zusammengeführt wird, ist das Stadtpatrozinium. Gerade dort, wo Breisach als Stadtgemeinschaft feiert, wird das ökumenische Kreuz zu einem starken Zeichen: Wir gehören zusammen – als Christinnen und Christen in dieser Stadt.